Eine moderne Stellenbeschreibung ist ein wichtiger Teil des Rekrutierungsprozesses. Sie enthält alle relevanten Aufgaben und Kompetenzen des idealen Kandidaten. Wenn sich Kandidaten, die nicht qualifiziert sind, auf Ihre Stelle bewerben, müssen Sie möglicherweise überprüfen, ob Ihre Stellenbeschreibung tatsächlich deutlich und zutreffend ist.

Was macht eine perfekte Stellenbeschreibung aus? Im Idealfall weckt die Stellenbeschreibung Interesse, und gleichzeitig wird die Stelle so erklärt, dass sich die richtigen Personen bewerben.

Es geht vorallem um die richtige Balance zwischen Information und Markenpersönlichkeit. Dabei sollten Kandidaten nicht gleich überwältigt werden. 

Heutzutage entscheidet oft der erste Satz darüber, ob Sie mit der Stellenbeschreibung die Aufmerksamkeit des Kandidaten gewinnen oder nicht. Viele ziehen mehrere Stellen in Erwägung, weil es so viele Angebote gibt. Kandidaten überfliegen oft eine Stellenbeschreibung. Achten Sie deshalb darauf, dass die wichtigsten Details sichtbar und schnell kommuniziert werden. 

Wir haben 3 Maßnahmen zusammengefasst, um eine moderne Stellenbeschreibung zu entwickeln, welche Kandidaten inspiriert:

1. Deutlich und präzise sein: Versuchen Sie, alle möglichen Fragen zu beantworten, die ein Kandidat haben könnte.

Laut der Studie von LinkedIn Talent Solutions haben sich Kandidaten bei Stellenbeschreibungen mit <150 Wörtern 17,8% häufiger beworben als bei Stellenbeschreibungen mit 450-600 Wörtern.

  • Job-Titel: Verwenden Sie einen eindeutigen Titel, damit die Kandidaten genau wissen, wofür sie sich bewerben, und Ihre Stellenausschreibung leicht finden können.
  • Einleitung: Beginnen Sie damit, eine Verbindung zu den Kandidaten herzustellen, indem Sie eine Frage stellen, eine Aussage machen oder Fakten mitteilen, die sie zum Weiterlesen motiviert. Erwähnen Sie nicht zu viele Firmendetails.
  • Angaben zum Unternehmen: In einer Heatmap-Studie von LinkedIn bewerteten Kandidaten Unternehmen, Kultur und Mission als weniger bedeutsam. Langweilen Sie die Kandidaten nicht mit zu vielen Unternehmensdaten. Beschreiben Sie das Unternehmen sehr kurz und umfassend, da sie selbst Details recherchieren können.
  • Profil-Anforderungen: Wählen Sie realistische Voraussetzungen, indem Sie zwischen „must-have“- und „nice-to-have“ Kriterien unterscheiden. Berücksichtigen Sie die beruflichen Verantwortlichkeiten. Gruppieren Sie spezifische Aufgaben anhand von Arbeitspflichten. Was sollten Kandidaten idealerweise innerhalb eines Jahres erreichen? Wie sieht die durchschnittliche Arbeitswoche für diesen Job aus? Geben Sie einen realistischen Überblick. Ein Beispiel:

Sales Development: 20 % Marktforschung, 15 % Geschäftsabwicklung mit bestehenden Kunden, 40 % Kontaktaufnahme mit neuen Interessenten, 20 % Aufbau von Kundenbeziehungen

Job-Vorteile: Was sind die Arbeitsplatz-/Unternehmensvorteile? Die Heatmap-Studie von LinkedIn hat gezeigt, dass die Kandidaten sehr an den Arbeitgeber Vorteilen interessiert sind. Finden Sie heraus, was Ihre Konkurrenten anbieten, und achten Sie darauf, dass Sie wettbewerbsfähig sind. Geben Sie Einblicke in die Gehälter. Sie können eine Gehaltsspanne angeben oder einfach mitteilen, dass Sie Branchenstandards berücksichtigen. Sie können auch Informationen über Arbeitsverhältnisse, wie z.B. die Größe der Abteilung, angeben. 

2. Markenpersönlichkeit: Differenzieren Sie Ihre Arbeitgebermarke von anderen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Zugang zu den besten Kandidaten zu erhalten

  • Sprechen Sie die Kandidaten direkt an: Verwenden Sie „Sie“ anstelle von „der ideale Kandidat“ und verwenden Sie „wir“, um eine aktive Stimme zu erzeugen.
  • Geschlechtsneutral: Verwenden Sie Begriffe, die geschlechtsneutral sind.
  • Differenzieren Sie Ihre Marke: Heben Sie Ihr Unternehmen von anderen ab, indem Sie Ihre Marken-Keywords und Ihren Messaging-Stil verwenden. 
  • Bauen Sie eine Beziehung auf: Sie könnten Teammitglieder zeigen und einige Zitate von ihnen bereitstellen. Teilen Sie vielleicht ein Firmenvideo mit, das Einblicke in das Büroleben, das Team und Ihre Arbeit bietet. Beheben Sie die Unsicherheit darüber, wie es ist, für Ihr Unternehmen zu arbeiten.
  • Professionell: Verwenden Sie einen formalen Ton, aber übertreiben Sie nicht. Ihre Stellenbeschreibung muss nach wie vor attraktiv sein.

3. Benutzerfreundlichkeit: Bieten Sie die beste “Candidate Experience”, die für die erfolgreiche Bewerbung und Qualifikation optimiert ist

  • Lesbar: Verwenden Sie kurze Absätze, Aufzählungspunkte bei der Auflistung und Überschriften zur Orientierung
  • CTA: Beenden Sie Ihre Stellenbeschreibung mit einem Aufruf zur Aktion: die Bewerbung
  • Feedback und Prozesse: Erläutern Sie die nächsten Schritte im Prozess. Sie können einen Einstellungs Zeitrahmen vorgeben – damit Kandidaten wissen, wann sie Feedback erwarten können und auch eine Dringlichkeit spüren, sich zu bewerben.
  • Auffindbar: Machen Sie Ihre Bewerbung leicht zugänglich, indem Sie relevante Keywords verwenden, nach denen Kandidaten suchen könnten – Firmenbegriffe, Branchenbegriffe, Standortbegriffe, alternative Stellenbezeichnungen.
  • Andere Angebote: Bieten Sie Kandidaten die Möglichkeit, sich für “Job-Alerts”  in Ihrem Unternehmen anzumelden und ermöglichen Sie ihnen, die Stelle zu teilen, falls sie jemanden kennen, der geeignet ist.
  • Daten erfassen: Vergessen Sie nicht, die Daten bezüglich Ihrer Stellenbeschreibungen zu verfolgen. Auf welcher Plattform haben Sie die meisten Klicks? Woher kommen Ihre Bewerber? Welche Geräte benutzen sie, um sich zu bewerben? Auf welche Teile der Stellenbeschreibung konzentrieren sie sich (Heatmaps)? Nutzen Sie diese Daten zur kontinuierlichen Verbesserung Ihrer Stellenbeschreibungen.

Schließlich empfehlen wir allen, Recherchen für Stellenbeschreibungen von Konkurrenten durchzuführen. Was verlangen Mitbewerber für die gleiche Stelle? 

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